Über den Schützenverein Igersheim 1925 e.V.

Vereinsgeschichte und Werte 

Eine lange Tradition im Schießsport

Chronik von 1925 - 2025

Aus den Reihen des Krieger- und Militärvereins Igersheim wurde 1924 der Wunsch nach einem eigenen Schützenverein wach. Nach mehreren Zusammenkünften der Bürger Lorenz Ikas, Johann Schmitt und Alfons Halbmann mit Schultheiß Rueß und Amtmann Alber kam es am 27. Februar 1925 in der Bierbrauerei Fischer zur Gründungsversammlung des Vereins. Bei dieser Versammlung ließen sich 26 Mitglieder eintragen, darunter 6 Jugendliche. Die vorläufige Vereinsführung über­nahm Martin Teufel als Vorstand, Johann Beil als Schriftführer und Johann Schmitt als Kassier. In der Generalversammlung im April wurden sie von folgenden Personen abgelöst: Johann Schmitt, 1. Vorstand; Alfons Halbmann, Schriftführer; Franz Heck, Kassier; Lorenz Ikas, Schießleiter.

Der Verein führte den Namen:

„Kleinkaliberschützenabteilung des Krieger- und Militär­vereins Igersheim“.

Eine Beitragszahlung gab es lediglich für die Monate von April bis September eines Jahres. Für die restliche Zeit wurde kein Beitrag erhoben. Sozial Schwachen, also Arbeits- und Mittellosen, wurde bereits damals Rechnung getragen, ihnen wurde der Beitrag ganz oder teilweise erlassen.

Noch im selben Jahr wurde auf dem von der Gemeinde zur Verfügung gestellten Gelände am „Spießle“ mit dem Bau der Schießanlage begonnen. Dazu hatte der Krieger- und Militärverein am 27. April 1926 ein Darlehen von 150,-- Mark gegeben. Das Darlehen wurde lt. Kassenbuch bereits wieder am 27. Juni 1927 zurückbezahlt.

Auf dem genannten Gelände entstand eine Schießhalle in Form einer Blockhütte mit Bretterdach und Dachpappe. In die Halle wurden 3 Schießbahnen eingebaut. Der Bau wurde auch damals von der Gemeinde durch unentgeltliche Holz­lieferung kräftig unterstützt. Die Schießbahnen und Anzeigerdeckung mußten teilweise unter schweren Mühen in den Felsen gehauen werden.

1925 wurde dem Verein vom Verband Württembergischer Kleinkaliber-Schützenvereine in Stuttgart ein Kleinkaliber­gewehr, Nr. 64117, leihweise überlassen.

Im April 1926 wurden für die Arbeiten am Schießstand an die Mitglieder Josef Burger, Anton Ikas, Josef Michel, Karl Braun, Eugen Burger, Raimund Nunn, Viktor Zierlein, Josef Teufel, Franz Heck und Johann Schmitt 181,-- Mark bezahlt. Außer­dem wurde ein neues Kleinkalibergewehr zum Preis von 64,-- Mark gekauft. Im gleichen Jahr wurden Vereinsschießen in Wachbach und Honsbronn besucht. In Igersheim selbst wurde ein Ehrenscheibenschießen abgehalten.

Das Gründungsmitglied Raimund Nunn, welches im April 1926 noch beim Bau des neuen Schützenhauses mitgeholfen hat, verstarb leider im September 1926. Die Kleinkaliberschützen geleiteten ihr Mitglied zum Grab und legten einen Kranz nieder.

Zu Beginn des Jahres 1927 war der Verein bereits auf 40 Mitglieder angewachsen und er ist noch im gleichen Jahre zum erstenmal mit einem großen Preisschießen, verbunden mit dem Schützenfest, an die Öffentlichkeit getreten. Vermutlich wurde aus diesem Anlaß auch die noch vorhandene Standarte angeschafft. Im Kassenbuch 1927 findet sich unter dem 29. Juni der Eintrag „für Fahnentuch 5,95 Mark ausgegeben“.

Man hat wohl schon eine große Anzahl Schützen zum Preisschießen erwartet, denn es wurden gleich zu Beginn des Schießjahres im April zwei weitere Schießbahnen eingebaut. Beim Preisschießen konnte also schon auf 5 Schießbahnen geschossen werden. Insgesamt wurden laut Bericht der Tauber-Zeitung vom 07. Juli 1927 36 Preise ausgegeben. Die Preise waren überwiegend gestiftet. Der 1. Preis war ein wertvoller Regulator (Uhr) im Wert von 20,-- Mark, für damalige Verhältnisse tatsächlich ein wertvoller Preis. Am Preisschießen beteiligten sich fast 300 Schützen. Von verschiedenen Firmen und Privatpersonen, wie Pfarrer Späth oder Dr. Schindler wurden 80,-- Mark zum Preisschießen gespendet.

Dem eigentlichen Schützenfest schloss sich am Montag, 06. Juli 1927 ein Kinderfest an. Die Gemeinde Igersheim hatte hierzu 60,-- Mark und Bäckermeister Zierlein 5,-- Mark gespendet. Trotz leichtem Regen am Sonntag waren sämtliche Veran­staltungen für den jungen Verein ein voller Erfolg.

1927 wurden noch das Vereinsschießen in Bad Mergentheim, Bernsfelden und Stuppach mit relativ gutem Erfolg besucht. 

Nicht unerwähnt sollte bleiben, der Verein wurde 1927 Mitglied der hiesigen Darlehenskasse mit einer Einlage von 150,-- Mark. Die Einlage erhöhte sich bis 1930 auf 350,-- Mark. Für damalige Verhältnisse ein Vermögen.

Bis 1931 war Johann Schmitt 1. Vorstand des Vereins. Auch die übrige Vereinsführung änderte sich bis auf den Kassier nicht. 1929 wurde der bisherige Kassier Franz Heck von Lorenz Ikas abgelöst.

Die Geschicke des Vereins wurden in der kommenden Zeit durch Wahl jeweils für 1 Jahr von nachstehenden Personen geleitet:

1931 Johann Schmitt, 1. Vorstand; Franz Heck, 2. Vorstand; Konrad Beil, Schriftführer; Josef Michel; Georg Zierlein und Karl Schmitt, Schießleiter.

Ab 1932 kamen noch der Vereinsdiener und ein Kassenprüfer zur Vereinsführung.

1933 ist kein 2. Vorstand angegeben. Franz Heck wurde zum Kassier gewählt. Ansonsten änderte sich an der Vereins­führung nicht. Es blieb so bis 1937, wo Heinrich Riegler zum 1. Vorstand gewählt wurde. Er blieb Vorstand bis zum Zu­sammenbruch des 3. Reiches 1945.

In den Jahren von 1928 bis 1939 war der Verein sehr rege. Es wurden jährlich mindestens 1 Preisschießen durchgeführt. Jährliche Besuche von auswärtigen Vereinsschießen waren üblich. Die Vereinsmitglieder führten seit 1928 Faschings­veranstaltungen in den Gaststätten „Zum Löwen“ und „Hegert“ (Schwarzer Adler), heute Möhler Haus, durch. Im September 1928 wurden die ersten Schützenhüte gekauft.

Dafür wurde ein Betrag von 139,50 Mark ausgegeben. Im Dezember 1928, an Weihnachten, wurde erstmals Theater gespielt. Die Einnahmen hierfür betrugen 249,80 Mark.

1929 musste der Schießstand renoviert werden. Es fanden Kappenabende im „Schwarzen Adler“ sowie ein großes Freundschaftsschießen mit Schützenverein und Schützenball statt. 1930 spielte beim Faschingsball der Schützen im Gast­haus „Löwen“ die Stadtmusik Bad Mergentheim mit 8 Mann zum Preis von ins­gesamt 64,-- Mark. An den Schießständen fielen Reparaturkosten von ca. 35,--Mark an.

In den Folgejahren gab es bis auf das Jahr 1938 jedes Jahr eine Faschingsveranstaltung, ein Preisschießen, natürlich den Besuch von auswärtigen Vereineschießen, die Weihnachts­feier mit Christbaumverlosung und in verschiedenen Jahren wurde auch im Löwensaal Theater gespielt. Sehr viel Geld und Arbeitszeit wurde auch auf den Ausbau und die Erneuerung der Schießhalle mit den Schießbahnen gegeben. Lt. dem Kassenbuch wurden alle 2 Jahre zwischen 100,-- und 140,-- Mark dafür ausgegeben. nach 1937 wurde das Dach der Schießhalle erneuert und mit Ziegeln eingedeckt. Die Arbeiten am Schützenhaus wurden zwar alle in Eigenarbeit ausgeführt aber sämtliche arbeitenden Mitglieder wurden z.B. mit 30 bis 50 Pfennig pro Stunde bezahlt. Ebenso wurde der Vereinsdiener mit jährlich 7,50 Mark entlohnt.

Der Verein nahm 1933 an der Gauversammlung in Weikers­heim teil und spendete für das Gaulandschießen einen Betrag von 3,20 Mark. Seit der Machtübernahme durch die National­sozialisten hatten sich sämtliche Verein mit Geldspenden, erwirtschaftet durch Schleifenverkauf, an den Arbeitsbe­schaffungsmaßnahmen zu beteiligen. Der Schützenverein konnte dazu 8,40 Mark abführen.

1933 wurde erstmals eine Vergnügungsfahrt (Vereinsausflug) unternommen. 

Der Nationalsozialismus drängte immer mehr in die Vereine. 1934 wurden die SA den Schützenvereinen zugeteilt.

Den SA-Mitgliedern und auch den Mitgliedern des Stahlhelm musste Gelegenheit zum Schießtraining gegeben werden. Anfangs dachten die Mitglieder dieser Gruppierungen, sie müssten im Schützenverein nicht bezahlen und könnten umsonst schießen. 

Eine Beschwerde vom 06. März 1934 beim Württembergischen Sportverband für Kleinkaliberschießen e.V. ergab wenigsten, dass die SA-Männer für den Schuss ½ Pfennig bezahlen sollten. Ansonsten musste der Verein selbst klar kommen.

Der Igersheim Schießstand wurde in der Folgezeit von den Schützen des Militärvereins Markelsheim genutzt, wofür ein kleiner Nutzungsbetrag geleistet werden musste. 

Ab dem 13. Dezember 1935 erfuhr die Kleinkaliber­schützen­abteilung Igersheim eine Umbenennung. Sie hieß ab diesem Zeitpunkt „Schützenverein Igersheim“.

In den Jahren 1935, 1936 und 1937 beteiligten sich die Igersheimer Schützen am jeweiligen Opferschießen für das Winterhilfswerk, was das Kassenbuch und 2 Urkunden belegen. 

Das Jahr 1939 begann sehr aktiv, voller Elan. Am 15. Mai wurde erstmals ein sogenanntes Meisterschießen abgehalten und am 23. Juli fand nochmals ein großes Preisschießen statt. Das Schießen lief so gut, dass der Verein 100,-- Mark an die Darlehenskasse geben konnte. Leider durften die Aktivitäten nicht lange anhalten. Die Schützen wurden durch den Kriegs­beginn im September 1939 jäh gebremst. Die letzte Aktivität des Vereins war: der Verein gab am 12. Dezember 1939 für die „Schützenbrüder unter den Waffen“ ein Weihnachts­geschenk im Wert von 40,89 DM.

Der Kassenstand schloss zum 12. Dezember 1939 mit 423,41 Mark Einnahmen und 417,94 Mark Ausgaben, so dass ein Guthaben in Höhe von 5,47 Mark vorhanden war. Das Kassenbuch beginnt wieder mit dem 09.07.1956.

In den Jahren 1925 bis 1939 wurden Scheiben aus Pappe von 3 mm Stärke und in den Durchmessern von 11, 17 und 24 cm mit unterschiedlichen Wildmotiven verwendet. Geschossen wurde direkt auf die Scheibe.

Eine formelle Auflösung des Vereins erübrigte sich, da durch die Besatzungsmacht jeglicher Schießsport untersagt war. Infolge der Wirren der Nachkriegszeit wurde das Schützen­haus abgebrochen.

Nach einem erfolglosen Versuch der Wiedergründung im Jahre 1954 wurde am 09. Juli 1956 bei der von Josef Kaiser, Hans Schmitt und Franz Ikas einberufenen Gründungs­versammlung der Verein vom damaligen Kreisschützen­meister Ludwig Späth aus der Taufe gehoben. Es trugen sich 22 Mitglieder ein.

1. Vorstand wurde Julius Knolmayer, Albert Müller, Schützen­meister; Kassier Josef Borst und Schriftführer Franz Ikas. Der Schießsport begann unter primitivsten Verhältnissen in der damaligen Turnhalle.

Hauptziel des jungen Vereins war es, sich wieder einen eigenen Schießstand zu schaffen. Noch im gleichen Jahr wurde mit viel Mühe der Neubau des Schützenhauses begonnen. Bei Verhandlungen mit der Gemeinde über den Platz, auf dem der Schießstand gebaut werden sollte, fand der Verein die volle Unterstützung des Gemeinderats und des Bürgermeisters Rueß. Der neue Schießstand wurde auf den landschaftlich sehr schön gelegenen „Spießle“ erstellt, auf dem bereits das alte Schützenhaus war.

Die Vereinssatzungen wurden aufgestellt und der Verein beim Amtsgericht Bad Mergentheim eingetragen. Am 18. Januar 1958 wurde Albert Müller 1. Vorstand und Oberschützen­meister, Stefan Weinisch 2. Vorstand und Schützenmeister. Die Schießstandeinweihung fand, verbunden mit einem Preis­schießen, am 21. und 22. Juni 1958 statt.

In den Jahren 1959 und 1962 führte der Verein das jeweilige Kreisschützenfest durch. Stefan Weinisch wurde 1961 zum geschäftsführenden Vorstand ernannt. Im gleichen Jahr legte der Verein eine Stromleitung ins Schützenhaus. Seinen ersten große Erfolg konnte der Verein beim 11. Unterländer Bezirksschützenfest 1962 verbuchen, als er unter 29 be­teiligten Luftgewehrmannschaften die Unterländer Bezirks­wanderfahne erringen konnte. Beim Kreisschützenfest des­selben Jahres holte sich der Verein 3 Kreismeistertitel sowie 1 Ehrenscheibe und 2 Pokale.

Am 15. und 16. Juni 1963 feierte der Verein seine Fahnen­weihe, ebenfalls verbunden mit einem großen Preisschießen. 

Die Schützengesellschaft Hubertus 1895 e.V. Versbach über­nahm die Patenschaft. Im gleichen Jahr noch übernahm der Schützenverein Igersheim die Patenschaft bei der Fahnen­weihe des Schützenvereins Wachbach. 

1964 gab es eine wenig rühmliche Angelegenheit, die aber dank verantwortungsbewusster Vereinsmitglieder abgewandt werden konnte. Der Schützenhaus sollte sozusagen ge­meindeeigen werden, was bedeutet hätte, dass die Mitglieder und der Vorstand im Schützenhaus nicht mehr Herr gewesen wären. Bei jeder Veränderung hätte die Gemeinde um Erlaubnis gefragt werden müssen. Das führt dazu, dass der Vorstand am 28.02.1964 abgesetzt wurde und Franz Ikas den Verein kommissarisch bis zur Generalversammlung am 25. April 1964 leitete. In dieser Generalversammlung wurde Franz Ikas 1. Vorstand und Oberschützenmeister, Erich Korzendorfer 2. Vorstand und Schützenmeister.

Beim Kreisschützenfest und der Stadtmeisterschaft 1964 in Bad Mergentheim errang der Verein einen weiteren großen Erfolg. Von 13 Titeln und Pokalen kamen 8 nach Igersheim.

Sein 40-jähriges Jubiläum feierte der Verein am 10. und 11. Juli 1965. Beim vorausgegangenen großen Preisschießen beteiligten sich 250 Schützen. Im Jubiläumsjahr wurde trotz der vielen Vorbereitungen, die für das Fest zu treffen waren, der Vereinsrekord gebrochen und 100 Leistungsnadeln geschossen und außerdem beim Kreispokalschießen von 7 Pokalen dreimal der 1. Platz und viermal der 2. Platz erobert. 

Im Frühjahr 1966 wurde mit der Erweiterung des Schützen­hauses begonnen. Dank des tatkräftigen und selbst­losen Einsatzes der Schützen und der finanziellen Unterstützung der Gemeinde sowie einiger Vereinsmitglieder wurde eine Schieß­anlage geschaffen, in der nun die Möglich­keit gegeben war, auch im Winter zu trainieren.

Die Anlage enthielt nunmehr neben 5 Kleinkaliber- und 10 Luftgewehrbahnen auch 4 Pistolenbahnen sowie einen bewirt­schafteten Aufent­haltsraum. 

Somit entsprach das Schützen­haus modernen Erfordernissen. Trotz des Einsatzes der Schützen während der Bauzeit, es wurden 4.748 buchmäßig erfasste Arbeitsstunden abgeleistet, und der sehr mangelhaften Trainingsmöglichkeiten konnte der Verein in sportlicher Hin­sicht seine Leistungen erheblich steigern und die damalige Traumgrenze von 1.100 Ringen im Mannschaftsschießen überspringen.

Im gleichen Jahr noch wurde eine Pistolenabteilung gebildet. Auch für das Schützenhaus wurde wieder etwas getan, und zwar eine Wasserleitung verlegt, wiederum in eigener Regie.

1968 übernahm der Verein eine weitere Patenschaft, nämlich für die Schützengilde St. Ägidius e.V. Ailringen.

1969 ging man dazu über, den Schützenkönig alljährlich nach dem vorausgegangenen Fackelzug vor dem Rathaus zu proklamieren. Dieser Festakt fand großen Anklang bei der Bevölkerung und zählt bereits heute zum festen Bestandteil im Brauchtum unserer Gemeinde.

Doch auch im Schießsport hat der Verein für das Jahr 1969 wieder beträchtliche Erfolge zu verzeichnen. Beim Kreissport­schießen schnitt er als erfolgreichster Verein ab, indem er von 7 Pokalen 5 nach Igersheim entführte. Seit November 1969 fand regelmäßig ein Vergleichsschießen mit Dienst- und Sportwaffen zwischen der Pistolenabteilung des Vereins und der Landespolizei statt.

Die Pistolenabteilung machte seit der Gründung durch sehr gute Leistungen auf sich aufmerksam. Für das Jahr 1972 ist zu erwähnen, dass der Verein drei an den Schießstand an­grenzende Grundstücke, zusammen 55 Ar, käuflich erworben hat und somit das gesamte Areal des Schießstandes in den Besitz des Vereins übergegangen ist.

Weitere bauliche Veränderungen wurde in Angriff genommen und fertiggestellt, indem man 1972 eine Alarmanlage installierte und 1973 eine Doppelgarage baute, den Vorplatz vergrößerte, eine Stütz­mauer erstellte und somit Raum für weitere Parkplätze schaffte. 

Neben alle diesen vielfältigen Aufgaben, die der Verein zu meistern hatte, gab er seinen Mitgliedern die Möglichkeit, Schießlehrgänge und Ganztagsschulungen zu besuchen, um eine gute Ausbildung künftiger Schützen zu gewährleisten.

Die Jugendarbeit und die Jugendwerbung stand stets im Vordergrund, so dass der Verein  über einen festen Stamm jugendlicher Schützen verfügt.,

Festzustellen bleibt für die zurückliegenden Jahre, dass es dem Verein gelang, nicht nur in Kreismeisterschaften, sondern sogar in Bezirks- und Landesmeisterschaften ein beachtliches Wort mitzureden. Seit der Generalversammlung am 25. April  1964 hat das Amt des 1. Vorstandes und Oberschützenmeister Franz Ikas inne.

In der Generalversammlung am 27. März 1971 stellte Erich Korzendorfer sein Amt als 2. Vorstand und Schützenmeister zur Verfügung. Dieses Amt teilten sich Julius Knolmayer als 2. Vorstand und Siegfried Kasparek als 1. Schützenmeister.

Besondere Erwähnung verdient, dass der Schützenverein Igersheim von 1959 bis einschließlich 1965 jedes Jahr zum Fasching aus seinen eigenen Reihen ein Prinzenpaar kürte, eine Prinzengarde und zusammen mit dem Sängerkranz einen Elferrat stellte. 1963 wurde unter dieser bewährten Regie die erste große Prunk- und Fremdensitzung veranstaltet, der ein durchschlagender Erfolg beschieden war und die alljährlich stattfand.

1965 kam man in beiden Vereinen zu dem Entschluss, eine selbständige Faschingsgesellschaft zu gründen, um sich wieder verstärkt den eigentlichen Vereinsaufgaben widmen zu können.

Der Igersheimer Fasching, wie er heute weithin bekannt und beliebt ist, wurde zu einem großen Teil von den Schützen ins Leben gerufen.

Sie haben somit neben dem Schießsport einen Beitrag zu gesellschaftlichen Ereignissen geleistet, die aus dem kulturellen Geschehen unserer Gemeinde nicht mehr wegzu­denken sind. Auch die Faschingswagen, die der Verein über Jahre hinweg baute, fanden stets allgemeine Bewunderung.

Das Jahr 1974 stand ganz im Zeichen der Vorbereitung des 50-jährigen Jubiläums. Die Wirtschaftsräume und ebenso die Nebenräume wurden renoviert, ebenfalls erhielt die Garage einen Verputz. Mit dem eventuellen Neubau des Schützen­hauses wurde sich befasst.

Sein 50-jähriges Jubiläum feierte der Verein am 20./21. und 22. Juni 1975. Vorausgegangen war ein großes Preis- und Talerschießen. Für 50-jährige Mitgliedschaft wurden Lorenz Ruf, Heinrich Riegler, Josef Michel, Lorenz Ikas und Johann Schmitt geehrt. Zu Ehrenmitgliedern wurden Stefan Weinisch, Josef Borst und Lorenz Ruf ernannt. In seiner Festansprache unterstrich Bürgermeister Hügel, dass der Schützenverein aus dem sportlichen und kulturellen Leben der Gemeinde Igersheim nicht mehr wegzudenken sei. Erwähnenswert ist noch, dass erstmals bei diesem Fest ein ökumenischer Gottesdienst im Festzelt abgehalten wurde, ein bis dahin in Igersheim noch nie da gewesenes Ereignis. 

Erstmals wurde der Königsball 1975 in der Mehrzweckhalle gefeiert. 

Im Jahr 1976 wurde der obere Parkplatz fertiggestellt. Die Schützenkönige der Schützen-, Alters- und Jugendklasse er­hielten neue, sehr schöne Schützenketten. Erstmals wurde am Faschingsumzug ein Hexenhäusle mitgeführt. Zur 20-jährigen Wiedergründung des Vereins wurde eine große Scheibe (Ölgemälde) herausgeschossen (Bester Schuss Otto Ikas).

Die Planung des Schützenhausneubaus nahm konkrete Formen an. Eine Bauvoranfrage wurde bei der Gemeinde eingereicht.

In den Jahre 1975 und 1976 wurde vom Verein die Jugend­arbeit sehr forciert, was auch am Zulauf an Jugendlichen zum Ausdruck kam.

Im Jahre 1977 wurde die Stromversorgung zum Schützenhaus verbessert.

Nachdem die Baugenehmigung am 09. Februar 1978 einge­gangen war, konnte am 19. Februar 1978 der erste Spaten­stich für den Schützenhausneubau getan werden. Da der Verein für das große Vorhaben Geld benötigte, wurden alle Mitglieder und Freunde und Gönner des Vereins zu freiwilligen Spenden aufgerufen. Das Richtfest konnte bereits Ende 1978 gefeiert werden.

Beim Festzug anlässlich des 500-jährigen Bestehens der Schützengilde Bad Mergentheim konnten erstmals die neuen Schützenanzüge der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Am Beifall zeigte sich, dass der Verein die richtige Wahl getroffen hatte.

1979 übernahm der Verein eine weitere Patenschaft, nämlich für den Schützenverein Gelchsheim. 

Das erste Marktplatzfest für den Schützenverein wurde aus­gerichtet und brachte dem Verein einen beträchtlichen Baustein für das Schützenhaus. Die Rohbauarbeiten waren weitgehend abgeschlossen, so dass mit dem Innenausbau begonnen werden konnte.

In diesem Jahr wurden auch 10 neue Luftgewehrbahnen gespendet. Für die Schützenhausbewirtung stellten sich 7 Ehepaare zur Verfügung, die im monatlichen Wechsel das Schützenhaus unentgeltlich bewirtschafteten.

Am 06. Dezember 1980 konnte, nachdem das Schützenhaus soweit fertiggestellt war, zur Nikolausfeier ins neue Haus eingezogen werden. Kurz vor Baufertigstellung machte sich unter den Mitgliedern eine allgemeine Baumüdigkeit breit, aber durch Mobilisierung letzter Kräfte konnte der Bau zu Ende gebracht werden.

Der Schießbetrieb litt unter der Bautätigkeit, was sich auch in den Ergebnissen niederschlug. Einzig allein unsere Pistolen­mannschaft - sowieso das Aushängeschild unseres Vereins - konnte bei den Kreis- und Bezirksmeisterschaften, aber auch bei den Landesmeisterschaften, beachtliche Erfolge erzielen.

Das Jahr 1981 stand ganz im Zeichen der Schützenhaus­einweihung, die am 29. und 30. August im Zusammenhang mit der 25-jährigen Wiedergründung erfolgte. 

Die Einweihungs­feierlichkeiten begannen am Samstag mit einem Stehempfang für geladene Gäste, Schlüsselübergabe und verschiedene Ehrungen. Julius Knolmayer wurde zum Ehrenmitglied er­nannt. Seit der Wiedergründung waren von Anfang an dabei: Julius Knolmayer, Franz Ikas, Heinz Hackmann und Stefan Weinisch. Alle wurden mit der silbernen Ehrennadel des Deutschen und Württembergischen Schützenbundes ausge­zeichnet. Die kirchliche Einweihung durch die Pfarrer beider Konfessionen schloss sich an. Nach dem ökumenischen Gottes­dienst und dem Gang zum Friedhof erfolgte am Sonntag ein Tag der offenen Tür mit Gästeschießen.

Das Schützenhaus entsprach jetzt den modernen Erforder­nissen. 15 Luftgewehrbahnen, 5 Kleinkaliberbahnen und 5 Pistolenstände sind jetzt vorhanden, außerdem eine Gast­wirtschaft mit großem Nebenraum und ein Jugendraum. Dank des tatkräftigen und selbstlosen Einsatzes der Schützen und der großen finanziellen Hilfe der Gemeinde und einiger Vereinsmitglieder wurde eine großzügige Anlage geschaffen, die im näheren Umkreis seinesgleichen sucht.

Die Generalversammlung, die bis jetzt im Gasthaus „Stern“ bzw. in der „Galerie“ stattfand, konnte erstmals im Schützen­haus abgehalten werden. Der Schützenfasching wurde in  größerem Umfang mit Büttenreden, Gardetanz und humoristischen Ein­lagen gefeiert.

Der Höhepunkt des Jahre 1982 war die Überreichung der Verdienstmedaillie des Verdienstordens an unseren lang­jährigen 1. Vorsitzenden (seit 25.04.1964) Franz Ikas durch Bürgermeister Hügel.

In der Generalversammlung am 27. März 1982 wurde Georg Jetzinger zum 2. Vorsitzenden gewählt. Am 06. März erstmals ein Bezirksschützentag im Igersheimer Schützenhaus. Das Jahr 1983 brachte erstmals eine Landesausschusssitzung des Württembergischen Schützenverbandes ins Schützenhaus. 

5 neue KK-Bahnen wurden angeschafft, damit das Kleinkaliber-Schießen weiter forciert werden kann.

1983 wurden erstmals alle Vereine der Großgemeinde Igersheim zum Vereineschießen eingeladen.

Sinn dieser Veranstaltung ist die Kameradschaftspflege unter den Vereinen.

1984 konnte der Jugendraum fertiggestellt werden, so dass für die Vereinsjugendlichen ein sinnvolles Freizeitangebot nach dem Trainingsschießen geboten werden kann. Der Verein braucht Nachwuchs, 16 Jugendliche im Vergleich zu 239 Vereinsmitgliedern sind einfach zu wenig. 

Die Pistolenabteilung errang bei den Kreismeisterschaften alle Einzel- und Mannschaftstitel, 

Im 1985 konnte der Verein sein 60-jähriges Jubiläum, das er mit dem Marktplatzfest verknüpfte, feiern. Josef Michel wurde für 60-jährige Mitgliedschaft geehrt. Im Schützenhaus wurde eine neue Alarmanlage installiert.

Bei der Generalversammlung im März 1986 wurde Karl Schmitt zum Ehrenmitglied ernannt. Das 30-jährige Jubiläum seit der Wiedergründung wurde am 24. Mai 1986 in einer Feierstunde gewürdigt. Georg Jetzinger hielt die Fest­ansprache. Zahlreiche Mitglieder konnten für ihre besonderen Verdienste um das Schützenwesen ausgezeichnet werden. Von der Gemeinde wurde das Flurstück Nr. 798 mit 21,28 Ar käuflich erworben.

1987 wurde eine neue Stromleitung ins Schützenhaus verlegt, die alte Leitung entsprach nicht mehr dem gestiegenen Stromverbrauch. Ebenfalls wurde für das Schützenhaus eine neue Bestuhlung angeschafft. Das Vereineschießen erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Es wurde mit 29 teil­nehmenden Mannschaften und 392 Einzelstartern ein super­ Ergebnis erzielt. Im Rahmen des Königsschießens wurde 1988 erstmals auf einen Holzadler geschossen.

Bei den Vorbereitungen für die 900-Jahr-Feier der Gemeinde wurde folgende Bürgermeisterrechnung von Michaelis anno 1628 bis Michaeli 1629 gefunden. Die Übersetzung lautet:

„1 Gulden 2 Kreuzer 3 Pfennig dem Zimmermann von dem Stäg und Brücklein, bei der Schießhütte, ausbessern und zu machen.“

Vielleicht gab es schon im 17. Jahrhundert in Igersheim ein Schützenhaus?

Bei der Generalversammlung am 18. März 1989 konnte OSM Franz Ikas auf die seltene Tatsache zurückblicken, 25 Jahre einen Verein als 1. Vorstand geführt zu haben. An diesem Abend trat Franz Ikas als Vereinsvorstand zurück, um, wie er meinte, jüngeren Leuten Platz zu machen. Bürgermeister Schaffert überreichte Franz Ikas die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg, die von Ministerpräsident Lothar Späth in Würdigung langjähriger Verdienste im Ehrenamt verliehen wurde. Zum 1. Vorsitzenden wählte die Versammlung Georg Jetzinger, 2. Vorsitzender wurde Josef Throm. Jetzinger will versuchen seine Arbeit im Sinne von Franz Ikas und zum Wohle des Vereins weiterzuführen. Bei der Königsproklamation im Oktober wurde Franz Ikas zum Ehrenvorsitzenden ernannt. 

Igersheim war Ausrichter des diesjährigen Kreisschützen­festes. Mit Ludwig Kraus und Andreas Teufel stellte der Schützenverein den diesjährigen Kreisschützenkönig und den Kreisjugendschützenkönig. Was sich bereits in den Vorjahren abzeichnete setzte sich auch in 1989 fort und zwar ein bedenklicher Umsatzrückgang in der Vereinsgaststätte. Zum Problem entwickelte sich die Jugendarbeit. Bei weiter nachlassendem Interesse von seiten der Jugendlichen wird der Verein in absehbarer Zeit nur noch Altersschützen haben.

Vom 13. - 16. Juli 1990 beteiligte sich der Verein anlässlich der „900-Jahr-Feier“ der Gemeinde Igersheim am großen histori­schen Umzug mit dem Motto „Der 30-jährige Krieg“. Die Darstellung kam sehr gut an und der Verein erntete von allen Seiten ein dickes Lob. Eine neue Königskette für die Damen­königin konnte Dank zahlreicher Spenden angeschafft werden und wurde der amtierenden Königin Helga Werhahn über­reicht. Erstmals führte der Schützenverein ein Kinderferien­programm für alle Igersheimer Kinder durch. Diese Veran­staltung war sehr erfolgreich und soll beibehalten werden. Schießsportlich gab es dieses Jahr für Gewehr- und Pistolen­schützen nur mäßige Erfolge. Die Beteiligung an den einzelnen Schießen war weiter rückläufig.

In der Generalversammlung vom 23. März 1991 wurde Karl-Heinz Werhahn zum 1. Vorsitzenden und gleichzeitig Ober­schützenmeister, Walter Rögk zum 2. Vorsitzenden gewählt. Auf Grund des nachlassenden Interesses seitens der Igers­heimer Bevölkerung aber auch der gesamten Schützen­familie wurde der Königsball erstmals von der Mehrzweckhalle ins Schützenhaus verlegt wobei allerdings die Proklamation am Marktplatz unberührt blieb und bleibt. 

Weiterhin wurde der Zaun ums Schützenhausgelände erneuert. In der Sitzung vom 24. September wurde erstmals davon gesprochen, dass in naher Zukunft der Umbau des bestehenden und der Neubau eines 2ten Pistolenstandes angestrebt werden soll mit dem man gleichzeitig den verschärften Umweltbestimmungen Rechnung tragen will.

Mit dem plötzlichen Tod unseres Ehrenvorsitzenden Franz Ikas am 03. Mai 1992 verlor der Verein einen Mann, der sich mit seiner ganzen Lebenskraft für die Ideale des Vereinslebens eingesetzt und dafür gekämpft hat. Der Geist Franz Ikas lebt im Verein weiter. Mit der Pistolenstanderweiterung wurde sich intensiv befasst, Pläne wurden von Architekt Waldhäusl erstellt und bei den zuständigen Behörden eingereicht und nach einigen kleinen Schwierigkeiten genehmigt. Der Aushub erfolgte Ende November. Das Aushubmaterial wurde gleichzeitig als Auffüllmaterial für neue Park­plätze für das Schützenhaus verwendet.

Unter Jugendschützenmeister Ludwig Kraus wurde die Jugendarbeit sehr forciert was sich im Zulauf aber auch in den sehr beachtlichen Ergebnissen der Jugend niederschlug. Marion Müller konnte sich im Drei-Stellungskampf für die „Deutsche“ qualifizieren.

In der Generalversammlung vom 26. März 1993 wurde Erwin Imhof zum Ehrenmitglied ernannt. Der Pistolenstandbau macht trotz des nur kleinen Häufleins treuer Helfer, große Fort­schritte. Ein Spendenaufruf brachte einen sehr guten Anklang, so dass keine weiteren Kredite aufgenommen werden mußten. Den sportlichen Erfolgen steht eine nicht befriedigende Teil­nahme am Vereinsleben gegenüber. Erfreulich ist der Zuwachs im Jugendbereich (von 184 Mitgliedern sind 21 Jungschützen).

Das Jahr 1994 stand ganz im Zeichen der Pistoleneinweihung am 18. und 19. Juni. Die Einweihung wurde mit einem Tag der offenen Tür und einem Jedermannschießen begangen. Vorge­lagert war ein großes Preisschießen. Nach der nun erfolgten Fertigstellung hat der Verein 11 Pistolenstände, jeweils mit Duellanlage und zwar 5 auf dem alten  und 6 auf dem neuen Stand. 

Hauptinitiator Walter Rögk, der unendlich viele Stunden Freizeit opferte und ein gehöriges Stück Eigenleistung selbst erbrachte, gilt der Dank des Vereins. Ohne sein Engagement wäre vermutlich der Verein noch lange Zeit ohne einen zweiten Pistolenstand geblieben.In der Hauptversammlung am 19.02.1994 wurde Wolfgang Ikas zum 2. Vorstand gewählt. Eine neue Vereinssatzung wurde von den Mitgliedern verabschiedet. Die bisherige Satzung entsprach nicht mehr den heutigen Anforderungen. Auch die Gemeinnützigkeit mußte gewährleistet bleiben. Wie allseits bekannt, haben die Schützen ein großes Haus und dieses Haus gilt es zu erhalten. Immer wieder fallen Arbeiten an, so wurden diese Jahr der Gastraum, die Küche und die Toiletten renoviert.

Zu Ehrenmitgliedern wurden in der Generalversammlung vom 18. März 1995 Manfred Hock, Stefan Hartfuß und Vinzenz Knolmayer ob ihrer großen Verdienste ernannt. Das Kreis­schützenfest wurde am 11. Juni in Igersheim abgehalten. Erfreulich war in diesem Jahr der Zuwachs im Schüler- und Jugendbereich. Dieser recht positive Trend hat sich Dank guter Aufbauarbeit von Jugendschützenmeister Walter Rögk weiter fortgesetzt. Erstmals in der Vereinsgeschichte konnten 4 - und 2 Luftpistolenmannschaften für die Rundenwettkämpfe ge­meldet werden. Herausragende Ergebnisse wurden vor­wiegend von Walter Rögk, Walter Schieser und Dr. Gottfried Müller geschossen, sowohl in der Bezirksebene aber auch bei den Landesmeisterschaften.

In der Generalversammlung vom 02. März 1996 wurden Otto Ikas und Franz Anders zu Ehrenmitgliedern ernannt. 

Die Jugendarbeit trägt nun ihre Früchte. In der Kreisjugend­runde wurde die Meisterschaft errungen.

Kathrin Hirschlein holte sich den Titel des Kreisjugendkönigs.

1997 war für den Verein ein sehr ereignisreiches Jahr. Nach 6-jähriger Amtszeit war Karl-Heinz Werhahn als 1. Vorsitzender zurückgetreten. In der Hauptversammlung vom 28. Februar 1997 konnte kein Nachfolger gefunden werden. In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 04. April wurde Bernd Hellstern zum 1. Vorsitzenden gewählt. Bereits am 14. April trat Hellstern aus familiären Gründen zurück (10-Tages-Vorstand). Eine zweite außerordentliche Versammlung war erforderlich. In dieser Versammlung am 25. April wurde Walter Rögk zum 1. Vorsitzenden gewählt. Dann nochmals eine außerordentliche Hauptversammlung am 21. November 1997. Hier wurde eine moderate, aber doch unumgängliche, Bei­tragserhöhung ab 01. Januar 1998 beschlossen. Ausrichter des 29. Bezirksschützentages des Schützenbezirks Hohenlohe am 08. März war der Schützenverein Igersheim in der Mehrzweckhalle. Am 17./18. und 19. Oktober Bezirks­königsschießen in Igersheim. Dr. Gottfried Müller sicherte sich in seiner Spezialdisziplin „Standardpistole“ das Startrecht zur Deutschen Schießsportmeisterschaft in München.

Im Jahre 1998 wurde eine Auswertmaschine für alle Gewehr- und Pistolendisziplinen angeschafft. 

Eine neue Kühlzelle wurde installiert. Walter Rögk, Walter Schieser und Dr. Gottfried Müller qualifizierten sich in mehreren Pistolendisziplinen der Altersklasse für die Württembergischen Landesmeisterschaften. Martin Richter in der Disziplin LG Schülerklasse qualifiziert sich für die „Deutschen“.

Die kirchliche Weihe der Pistolenstände durch Pfarrer Tschampel und Dekan Gube erfolgte im Rahmen des Waldfestes am 14. Juni. Der KK-Stand wurde auf den neuesten Stand der Vorschriften gebracht. Nach jahrelangem Abwärtstrend konnte in 1998 festgestellt werden, dass der Schützenhausbesuch und somit der Umsatz in der Vereinsgaststätte eine Stabilisierung bzw. einen leichten Aufwärts­trend erfahren hat.

Um die immer größer werdende Arbeitsflut auf mehreren Schultern zu verteilen, wurde in der 43. Ordentlichen Haupt­versammlung am 05. März Roland Mast zum 3. Vorstand gewählt. Im Rahmen des Kirchbergfestes am 16. Mai wurde im Schützenhaus eine Jugenddisco abgehalten. Am 21. Mai war der Kreisschützentag im Igersheimer Schützenhaus. Im September ging ein langgehegter Wunsch der Schützen in Erfüllung. Das letzte und längste Teilstück des Zufahrtsweges zum Schützenhaus wurde im Auftrag der Gemeinde asphaltiert.

Das Jahr 2000 stand ganz im Zeichen des 75-jährigen Vereinsjubiläums. Die großen Feierlichkeiten fanden am 7. Juli in der Igersheimer Merzweckhalle und vom 08. bis 09. Juli am Schützenhaus am Spießle statt. Die Jubiläumsfeierlichkeiten fanden in der Bevölkerung regen Anklang.

In der Generalversammlung vom 9. März 2001 folgte Dagmar Müller Walter Rögk als 1. Vorsitzende, 2. Vorsitzender wurde Wolfgang Ikas.

Im Jahr 2002 wurde erstmalig das Igersheimer Gassenfest, in partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit dem Sängerkranz Igersheim, ausgerichtet. Der Schützenverein beteiligte sich von Anfang an in der Festgemeinschaft mit dem Sängerkranz Igersheim, welche bis heute besteht. Infolge dessen wurde das bisherige alljährlich stattfindende Waldfest im Juli aufgegeben. Im Jahr 2003 wurde stattdessen erstmalig ein Frühlingsfest mit entsprechendem zeitlichem Abstand zum Gassenfest ausgerichtet.

Im Sportjahr 2002/2003 stieg unsere 1. Sportpistolen Mannschaft in die Landesliga auf, was letztmalig 30 Jahre zuvor erreicht wurde.

In der Generalversammlung vom 19. März 2004 wurde Thomas Zängle zum 1. Vorsitzenden gewählt. Im selben Jahr wurde die Vereinsfahne fachgerecht erneuert und restauriert.

Die 50-jährige Wiedergründung wurde 2006 im kleinen Rahmen im Schützenhaus in Form eines Stehempfangs gefeiert.

Die Sanierung des Luftgewehr- und Luftpistolenstandes wurde 2008/2009 angegangen. Hierzu wurde die komplette Schießhalle entkernt, der Kugelfang neu aufgebaut und die Räumlichkeiten neu gestaltet. In diesem Zuge wurde ebenfalls der Auswertraum neu gestaltet und mit Einbaumöbel ausgestattet.

Nach 6-jähriger Amtszeit als 1. Vorsitzender stellte sich Thomas Zängle nicht mehr zur Wahl. Thomas Zängle übernahm das Amt des 2. Vorsitzenden, Wolfgang Ikas wurde zum 3. Vorsitzenden gewählt. In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung wurde Josef Sterz am 26. Juni 2010 zum 1. Vorsitzenden gewählt. Dieser trat bereits im Februar 2011 wieder von seinem Posten zurück, so dass Thomas Zängle kommissarisch den Posten des 1. Vorsitzenden übernahm und in der Hauptversammlung vom 25. März 2011 wiedergewählt wurde.

2011 wurde als zusätzliche Disziplin das Bogenschießen etabliert. Hierzu wurde die Wiese oberhalb des Schützenhauses hergerichtet und mit entsprechender Infrastruktur versehen.

2012 wird Walter Rögk zum Ehrenmitglied ernannt.

Im Folgejahr gab Thomas Zängle das Amt des 1. Vorsitzenden erneut ab, gewählt wurde in der Hauptversammlung vom 22. März 2013 Günter Bräu als neuer 1. Vorsitzender. Noch im selben Jahr wurde die Decke des Schützenhauses unter dem Dach isoliert und das Schützenhaus an die öffentliche Abwasserversorgung angeschlossen.

In der Hauptversammlung vom 24. März 2017 wird Hans Hayn zum Ehrenmitglied ernannt.

Ende 2016 wurde begonnen den Gastraum mit Theke zu renovieren. Hierzu wurde der komplette Raum entkernt. Im 2017 wurde der komplette Gastraum, mit erheblicher Eigenleistung, renoviert, inkl. neuer Vitrinen und Thekeneinrichtung. Die Neugestaltung kam sowohl bei den Mitgliedern als auch bei den Gästen sehr gut an. Das Schützenhaus wird seitdem rege für private Feierlichkeiten gemietet und von anderen Igersheimer Vereinen gerne genutzt. 

Im folgenden Jahr konnte der Verein, mit kräftiger finanzieller Unterstützung der Gemeinde, das schon lange marode Dach neu eindecken lassen. 

In diesem Zuge wurden auch die Decken der Treppenhäuser und die Decken der Sanitärräume erneuert. Von den Mitgliedern wurden 681 ehrenamtliche Arbeitsstunden abgeleistet, um dieses Vorhaben verwirklichen zu können.

Im Frühjahr 2020 wurde das Vereinsleben auf eine harte Probe gestellt. Corona hatte monatelange Schließungen des Schützenhauses zur Folge, Training und Treffen konnten nicht stattfinden. Unser Verein ist mit neuer Tatkraft aus dieser Zeit hervorgekommen und schon bald konnten wir diese Zeit überwinden und unser Vereinsleben sich neu und wiedererstarkt entwickeln.

In der Generalversammlung vom 23. Juli 2021 wurde Jens Bräu zum 1. Vorsitzenden gewählt. Günter Bräu trat nach 8-jähriger Amtszeit nicht mehr zur Wiederwahl an, er übernahm das Amt des 2. Schatzmeisters.

Im Jahr 2022 wurde erstmalig ein Schlachtfest im Schützenhaus veranstaltet. Dem Schlachtfest war ein großer Erfolg beschieden und findet seitdem jährlich statt. 

Im selben Jahr wurde im Herbst nach langer Zeit wieder ein Tag der offenen Tür veranstaltet, um Interessierten den Schießsport näher zu bringen und neue Mitglieder zu gewinnen.

Mit diesen beiden Events wurden zwei Dauerbrenner etabliert, welche sich bei der Bevölkerung größter Beliebtheit erfreuen.

In der Sommerrunde 2024 wurde auf Kreisebene die Disziplin Großkaliber Kurzwaffe eingeführt. Die Igersheimer Schützen stellten mit drei Mannschaften ein sehr starkes Starterfeld und konnten sich den Meistertitel in der Premierensaison sichern. Dies sicherte unserer 1. Mannschaft den direkten Aufstieg in die Regionsliga.

Im Hinblick auf das anstehende 100-jährige Jubiläum wurde Ende 2024 das Nebenzimmer neu gestaltet und das Schützenhaus mit neuen Fenstern ausgestattet.

In das Jubiläumsjahr 2025 startete der Schützenverein Igersheim am 22. März mit einem großen Festakt im Schützenhaus für die Mitglieder und geladene Gäste. An diesem Abend nahmen über 180 Personen teil. Im Rahmen der Festlichkeiten wurden Wolfgang Ikas, Günter Bräu und Thomas Zängle, in Würdigung ihrer Verdienste um den Verein, zu Ehrenmitgliedern ernannt.

Der Schützenverein zählt heute 150 Mitglieder und stellt folgende Mannschaften: eine Luftgewehrmannschaft, drei Luftpistolen-mannschaften, eine Mannschaft freie Pistolen, eine Mannschaft Sportgewehr, fünf Sportpistolen Mannschaften und drei Großkaliber Kurzwaffen Mannschaften. 

Bis heute organisiert der Schützenverein Igersheim zahlreiche gesellschaftliche Veranstaltungen und nimmt an vielen weiteren teil: das Schlachtfest im Schützenhaus, den Igersheimer Fasching, das Igersheimer Vereineschießen, Teilnahme am Igersheimer Gassenfest, die alljährliche öffentliche Königsproklamation vor dem Igersheimer Rathaus, den Tag der offenen Tür und die interne Jahresabschlussfeier mit Spanferkelessen.

Der Schützenverein Igersheim steht in seinem 100. Jahr seit Bestehen sowohl sportlich als auch gesellschaftlich sehr gut dar und ist aus dem Igersheimer Gemeindeleben nicht weg zu denken.

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